|
San José Chacalapa ist ein ruhiges Dörfchen am Fuß der Sierra Madre del Sur, dem Gebirgszug im Süden Mexikos. Es liegt ungefähr 14 km nördlich von Pochutla, in Richtung Oaxaca. Man erreicht das Dorf mit dem Taxi oder einer Pasajera. Hier lebt man haupsächlich vom Ackerbau und in kleinem Rahmen von der Viehzucht. Angebaut werden Mais, Bohnen und Kürbis. Außerdem fängt hier das Kaffeeanbaugebiet an. Da der Preis für Kaffee in den letzten Jahren erschreckend gefallen ist und durch Landwirtschaft hierzulande sowieso kaum etwas zu verdienen ist, suchen die meisten Einwohner Chacalapas im arbeitsfähigen Alter ihr Glück als Saisonarbeiter in den USA. Viele Kaffeeplantagen liegen inzwischen brach, weil sich der Anbau nicht mehr rentiert. Die Vegetation in Chacalapa ist um einiges üppiger und das Klima feuchter als an der Küste. Hier findet man wieder Wälder und eine fast unberührte Natur, wenn man einmal absieht vom unerlaubten Holzschlag der letzten Jahrzehnte und den Schäden, welche der Hurrikan Paulina im Jahre 1997 anrichtete. Als Ausflugsziel hat das Dorf auch einiges zu bieten. Inmitten des Anwesens RanchoEl Riego, welches einem botanischen Garten gleicht, liegt das Quellwasser - Schwimmbad El Paraíso. Ca. 50 m davor im Rancho Alegre bietet Tom, ein deutscher Aussteiger, seine einmaligen kunsthandwerklichen Arbeiten zum Verkauf an. Auf der anderen Seite von Chacalapa, in Richtung des Dorfes Los Reyes kommt man zum Wasserfall Los Reyes, welcher allerdings nur in der Regenzeit (Juni bis Oktober) und ein paar Monate danach Wasser führt. Wenn es auf dem Weg durch den Wald zu Tom, oder dem Rancho El Riego, entlang eines kleinen Flusses, nach faulen Eiern riecht, so liegt dies nicht an etwaigen Abwässern, sondern an den Schwefelquellen, welche es dort hat.
Zur besseren Orientierung sehen Sie sich am besten den Stadtplan an.
Der Feiertag des Dorfes, zu Ehren des Schutzpatrons San José, ist am 19. März.
|